Golf-Verband
Niedersachsen-Bremen e.V.

Zur Bekämpfung der Corona-Pandemie ruht auch der Golfsport

Von: Gerhard Michalak, Präsident GVNB

Liebe Golferinnen und Golfer,

welche Golferin und welcher Golfer hatte sich nicht auf den Start in die neue Golfsaison gefreut. Die einschneidenden Maßnahmen bei der Bekämpfung des Corona-Virus machten es jedoch unumgänglich, die Golfanlagen zu schließen und das Golf-Spielen zu untersagen. Dass diese Entscheidung landauf – landab von den Golferinnen und Golfern mitgetragen wurde, ist einerseits selbstverständlich, zeigt andererseits aber auch, dass der Golfsport als Teil der Solidargemeinschaft aller Sporttreibenden in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist. Schließlich hätte es auch gute Argumente dafür geben können, gerade in Corona-Zeiten auf das Golfspielen nicht zu verzichten: Golf ist ein Sport im Freien, stärkt somit die Abwehrkräfte, die Spielenden bleiben auf Abstand voneinander und das abschließende Händeschütteln auf der 18 kann auch mal verbalen Dankesformeln weichen. Aber Golfspielen ist auch ein Grund, dass Menschen zusammenkommen, Geselligkeit pflegen und damit Ansteckungspotentiale bilden, die es in Notzeiten wie diesen zu verhindern gilt. Von daher war es richtig, die Golfanlagen nicht von der allgemeinen Schließung aller Sport- und Freizeiteinrichtungen auszunehmen. Dass der GVNB seine für den 28. März vorgesehene Mitgliederversammlung abgesagt hat, war somit nur konsequent.

Verbote auszusprechen, ist in einem demokratischen Rechtsstaat aus gutem Grund nicht immer einfach. Im Unterschied zum Maßnahmen-Staat, der bei der Verfolgung seiner Ziele keine Abwägungsprozesse kennt, trachtet der Rechtsstaat immer danach, mit dem kleinstmöglichen Eingriff in die Rechte der Bürger das gesellschaftlich notwenige Ziel zu erreichen. Das macht die Entscheidungsprozesse oftmals zäh und langwierig, führt aber am Ende zu mehr Akzeptanz und Nachhaltigkeit. Auch der viel gescholtene Föderalismus hat sich in diesen Krisen-Zeiten bewährt. Unterstützt doch der Abwägungsprozess zwischen Bund und Ländern die Entscheidungssicherheit und beugt populistischen Schnellschüssen vor.

Auch beim Golfsport haben wir das Neben- und Miteinander von lokalen (Clubs- und Vereine), regionalen (Landesverbände) und nationalen (DGV) Einrichtungen. Bei den Entscheidungen sollten wir daher aufeinander hören und für tragfähige Kompromisse sorgen. Wie dies in vorbildlicher Weise geschehen kann, zeigt ein Blick auf die Konferenz der Jugendwarte (siehe Bericht ). Die dort vorgestellten Projekte und Ideen zur Entwicklung des Breiten- und Leistungssportes geben einen Ausblick auf eine Golfsaison 2020, die hoffentlich bald beginnen wird.

Bleiben Sie gesund.

Ihr Gerhard Michalak

GVNB-Präsident Gerhard Michalak

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